Bild: Frau Dr. Alexa Becker (VOA), Prof. Dr. Dieter Hundt
Ganz im Zeichen wirtschaftspolitischer Herausforderungen in der Krise stand das Gespräch mit Arbeitgeberpräsident Prof. Dr. Dieter Hundt mit dem Verband für die Oberflächenveredelung von Aluminium e.V. (VOA) anlässlich des Frühjahrsgesprächs der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) in Nürnberg.
Auch die Mitgliedsunternehmen des VOA haben die weltweit schlimmste Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit meistern müssen, auch mit Hilfe der Kurzarbeit. Hundt sah dieses Instrument als eine der betrieblichen Maßnahmen an, die Krisenfolgen auf dem Arbeitsmarkt gering zu halten.
Ein Thema, dass den VOA besonders interessierte, war das Thema Bildung. „Bildungspolitik ist Standortpolitik und die eigentliche Sozialpolitik“, führte Hundt aus. Der VOA konnte mit guten Beispiele aufwarten, da in den VOA-Mitgliedsbetrieben Ausbildung stattfindet. Hundt begrüßte den Einsatz für den Bereich der Ausbildung, insbesondere bei den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Gerade hier wird über kurz oder lang ein Fachkräftemangel auftreten, sollten nicht genügend junge Leute ausgebildet werden.
„Wir müssen es schaffen, mehr junge Leute für MINT zu begeistern“, so Hundt. Der VOA mit seinen Mitgliedsunternehmen hat mit der begonnenen Ausbildungsinitiative gezeigt, dass hierdurch bei den Unternehmen die Notwendigkeit der qualifizierten Berufsausbildung noch deutlicher wird. Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag ausdrücklich die Stärkung der MINT-Kompetenzen auf die Fahne geschrieben. Der VOA will mit seiner Ausbildungsinitiative und dem Angebot von Fort- und Weiterbildung für die Unternehmen helfen, den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken.
Hundt sagte zum Schluss des Gesprächs: „Ich bin positiv gestimmt, dass die deutsche Wirtschaft in der Lage ist, die Chancen, die diese Krise bietet, zu nutzen und zu alter Stärke zurückzufinden – auch wenn es eine Weile dauert“.


